Basel: Ein Todesopfer bei Absturz eines Kleinflugzeugs in Basel

23. Juli 2007

Bericht: KAPO BS

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges am Mittag auf ein Wohnhaus in Basel ist der Pilot ums Leben gekommen. Beim Opfer handelt sich um den Rekordflieger Hans Georg Schmid.

Insgesamt sechs Personen wurden leicht verletzt, wie die Behörden vor den Medien sagten. Verletzt wurden vier Einsatzkräfte und zwei Anwohner, darunter eine ältere Frau, die einen Schock erlitt.

Der Absturz ereignete sich um 11.25 Uhr in Basel West nahe der französischen Grenze. Betroffen ist ein Wohnhaus an der Roggenburgstrasse beim Bachgrabenareal. Der Dachstock des Gebäudes, das sich über drei Hausnummern erstreckt, geriet nach dem Absturz in Brand.

Die rund 100 eingesetzten Feuerwehrleute brachten den Brand nach 12 Uhr unter Kontrolle. Das Dach sei zerstört, die oberen Wohnungen seien nicht mehr bewohnbar, sagte Markus Melzl, Sprecher bei der Staatsanwaltschaft, vor den Medien in Basel. Für die betroffenen Personen werden Notunterkünfte bereitgestellt.

Im ganzen Quartier lagen Flugzeugtrümmer herum. Die Leiche der verstorbenen Person wurde auf einem Robinsonspielplatz in der Nähe des Wohnhauses gefunden. Auf dem Spielplatz befanden sich nach Angaben eines Spielplatzleiters zum Zeitpunkt des Unfalls 19 Kinder. Keines wurde verletzt. Ein Spielhaus brannte ab.

An Bord des Flugzeuges war nur der Pilot. Es handelt sich um den ehemaligen Swissair-Piloten und Rekordflieger Hans Georg Schmid. Der Schweizer hatte im Jahr 2000 mit seinem "Millennium Flight - Twice Around the World" zwei Weltrekorde aufgestellt.

Er war auf dem EuroAirport Basel-Mühlhausen zu einem Flug nach Wisconsin (USA) gestartet und wollte die 8000 Kilometer Distanz nonstop zurücklegen. Das Unternehmen mit dem Namen "Saint-Louis memory flight" hätte rund 30 Stunden gedauert.

Beim abgestürzten Flugzeug handelte es sich um einen Eigenbau, wie Daniel Göring, Sprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), auf Anfrage sagte. Das BAZL habe die Zulassung dafür am vergangenen Mittwoch erteilt. Mitarbeiter des Büros für Flugunfalluntersuchungen begaben sich an den Absurzort.