Döttigen: Kollision zwischen Lokomotive und Regionalzug

08. August 2011

Bericht: KAPO ZH

Heute Mittag stiessen im Bahnhof Döttingen ein Personenzug und eine Lokomotive zusammen. Dabei wurden mehrere Personen leicht bis mittelschwer verletzt. Die Umstände der Kollision sind noch nicht bekannt.

Die Streifkollision zwischen einem Regionalzug und einer einzelnen Lokomotive ereignete sich am Montag, 8. August 2011, um 12.10 Uhr im Bahnhof Döttingen.

Nach ersten Erkenntnissen wurde eine Person mittelschwer verletzt. Ein Rettungshelikopter der REGA flog sie mit Verdacht auf Rückenverletzungen ins Kantonsspital Aarau. Zudem erlitten weitere Fahrgäste leichte Verletzungen. Sie wurden zur näheren Untersuchung ins Spital gebracht. Die beiden Lokomotivführer blieben unverletzt.

Die näheren Umstände der Kollision sind noch unklar. Die Tatbestandsaufnahme der Kantonspolizei ist im Gange. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat eine Untersuchung des Ereignisses eingeleitet.

Die Bahnstrecke bleibt bis auf weiteres vollständig gesperrt. Die Schweizerischen Bundesbahnen befördern Reisende auf dem betroffenen Abschnitt mit Ersatzbussen.

NACHTRAG:

Insgesamt waren bei der Zugskollision neben den beiden Lokomotivführern 30 Fahrgäste beteiligt. Ein männlicher Reisender erlitt mittelschwere Verletzungen. Mehrere Personen wurden leicht verletzt. Insgesamt klagten ungefähr ein Dutzend Reisende über Schmerzen.

Ein männlicher Reisender erlitt mittelschwere Verletzungen und musste mit dem Rettungshelikopter ins Kantonsspital Aarau eingeliefert werden. Ein Dutzend der total 30 Fahrgäste klagte über Schmerzen, vor allem im Nackenbereich. Die genaue Zahl der leicht verletzten Personen kann noch nicht beziffert werden. Neben Ambulanzen, Rega-Helikopter waren Feuerwehrkräfte, Regional- und Kantonspolizisten sowie viele Kräfte der SBB im Einsatz. Ebenso wurden die Reisenden durch aufgebotene Care-Teams betreut.

Die Bergung der Zugskomposition wird noch einige Stunden dauern.

NACHTRAG 2:

Die bisherigen Ermittlungen haben gezeigt, dass die gestrige Zugskollision auf menschliches Versagen zurückzuführen ist.

Im Rahmen der laufenden Strafuntersuchung, welche die Staats-anwaltschaft Brugg-Zurzach gestern eröffnet hat, liegen erste Erkenntnisse zur Unfallursache vor. So steht fest, dass der Lokomotivführer des Personenzugs ein Signal überfahren hat. Der in Richtung Koblenz aus dem Bahnhof rollende Regionalzug kollidierte folglich im Bereich einer Weiche mit der Lokomotive, die von Koblenz her in den Bahnhof einfuhr.

Mehrere der 30 Fahrgäste wurden zur Untersuchung in die Kantonsspitäler Aarau und Baden sowie ins Spital Leuggern gebracht. Soweit der Kantonspolizei heute bekannt ist, mussten zwei Personen aufgrund leichter Verletzungen über Nacht überwacht werden. Sie konnten das Spital heute wieder verlassen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Triebwagen des Personenzugs aus den Schienen gehoben. Am Rollmaterial sowie an den Gleisanlagen entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Millionenhöhe.