Olten: Nach PW-Brand 50 Personen evakuiert

28. November 2006

Bericht: KAPO AG

Grosseinsatz für Feuerwehr, Ambulanz und Polizei am Dienstagvormittag in Olten: Bei einem Fahrzeugbrand schlugen die Flammen auf ein Geschäftshaus über, wobei durch die starke Rauchentwicklung rund 50 Personen der Fluchtweg versperrt blieb. Sie wurden alle evakuiert. Acht von ihnen mussten ins Spital eingeliefert werden.

Um 10.56 Uhr ging auf der Alarmzentrale die Meldung ein, dass bei der mehrstöckigen Geschäftsliegenschaft der «Stiftung Arkadis» an der Aarauerstrasse 10 in Olten ein Personenwagen brenne.

Als die Stützpunktfeuerwehr wenig später vor Ort eintraf, hatten die Flammen bereits auf einen hölzernen Durchgang und die Fassade des Gebäudes übergegriffen. Dank gezieltem Wassereinsatz war das Feuer dann rasch unter Kontrolle und schliesslich gelöscht.

Wegen der enormen Rauchentwicklung konnten rund 50 Personen – darunter zirka 30 behinderte Kinder einer Sonderschule – das Gebäude nicht mehr selbständig verlassen, weshalb diese unverzüglich evakuiert werden mussten.

In der Folge wurde Grossalarm ausgelöst: Schliesslich standen die ganze Feuerwehr Olten, die Feuerwehr Schönenwerd-Gretzenbach, die Feuerwehr Zofingen sowie Teile der Feuerwehren Niederbipp und Aarau, acht Ambulanzen, über ein Dutzend Angehörige der Polizei, drei Notfallseelsorger, ein Care-Team sowie weitere Helfer im Einsatz.

Kurz nach 12 Uhr war die letzte Person geborgen und in Sicherheit. Die meisten der evakuierten Leute blieben unverletzt.

Acht Personen wurden ins Spital eingewiesen – darunter ein behinderter Bub im Rollstuhl. Eine erwachsene Person erlitt eine mittelschwere Rauchvergiftung. Die sieben anderen Patienten wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung hospitalisiert.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Schaden auf mehrere hunderttausend Franken.

Die Brandursache ist derzeit noch nicht bekannt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.