Uster: Bombendrohung gegen Zug

05. Januar 2013

Bericht: KAPO ZH

Aufgrund einer Bombendrohung durch einen unbekannten Täter ist eine Komposition der S9 am Freitagabend (4.1.2013) im Bahnhof Uster evakuiert worden. Die Durchsuchung durch Spezialisten der Polizei verlief negativ.

Kurz nach 18.15 Uhr meldeten Zugspassagiere den SBB, dass ein bislang nicht näher bekannter Mann in der S9 von Zürich nach Uster eine Bombendrohung geäussert habe und dann verschwunden sei. Die alarmierte Kantonspolizei Zürich rückte sofort aus und veranlasste, dass der Zug in Uster blockiert und das Bahnhofareal sowie die umliegenden Gebäude evakuiert wurden. Spezialisten des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes sowie der Kantonspolizei Zürich durchsuchten die aus drei Zugsteilen bestehende S-Bahn-Komposition, fanden jedoch keine verdächtigen Gegenstände. Das Bahnhofareal sowie der Zugsverkehr konnten aufgrund dessen um 20.00 Uhr wieder freigegeben werden. Die zuvor evakuierten Bewohner konnten wieder in ihre Wohnung zurückkehren.

Beim unbekannten Bombendroher handelt es sich um einen schätzungsweise 20 Jahre alten Mann von schlanker Statur und einer Grösse von etwa 170 cm. Er hatte kurzgeschnittene, blonde Haare, trug eine dunkelblaue Kopfbedeckung sowie helle Kleider und sprach Hochdeutsch.

Im Einsatz standen nebst verschiedenen Spezialisten der Kantonspolizei Zürich die Kommunalpolizeien von Uster sowie Illnau-Effretikon, die Transportpolizei, die Stützpunktfeuerwehr Uster, Ambulanzfahrzeuge aus Uster sowie von Schutz & Rettung Zürich sowie die SBB.

Für die Dauer der Sperrung des Bahnhofes Uster wurde durch die SBB zwischen Schwerzenbach und Wetzikon ein Bahnbusersatz eingerichtet.

Personen, die im Zusammenhang mit dem unbekannten Bombendroher Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Tel. 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen.

Nachtrag:

Der zunächst Unbekannte, der am Freitagabend (4.1.2013) in der S9 eine Bombendrohung geäussert hatte, ist noch gleichentags aufgrund eines Hinweises verhaftet worden.

Noch am Freitagabend (4.1.2013) meldete sich eine Frau bei der Stadtpolizei Uster und erklärte, dass es sich beim Gesuchten um ihren Sohn handeln könnte. Eine Patrouille der Kantonspolizei Zürich konnte ihn in der Folge an seinem Wohnort verhaften. Bei ihm wurden keinerlei verdächtige Gegenstände gefunden. In der polizeilichen Befragung war er geständig, für die Bombendrohung verantwortlich zu sein. Beim Verhafteten handelt es sich um einen 15-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der im Bezirk Uster wohnhaft ist. Der Jugendliche dürfte psychische Probleme haben und ist nach den polizeilichen Abklärungen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Im Zusammenhang mit der Bombendrohung erfolgt gegen ihn eine Strafanzeige an die zuständige Jugendanwaltschaft.