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Zürich: Cisalpino-Zug brannte in Tunnel
Dramatische Rettungsaktion im Bahntunnel zwischen Zürich
und Thalwil: Die über 100 Passagiere des Cisalpino Stuttgart
- Zürich - Mailand mussten wegen eines Brandes den Zug
notfallmässig verlassen. Drei Personen mussten mit Verdacht
auf Rauchvergiftung ins Spital. Die gleiche Zugskomposition
war auf der Fahrt von Stuttgart nach Zürich bereits in
Schaffhausen wegen eines Defekts stecken geblieben.
Bekanntlich kam es am frühen Dienstagabend, 11. April
2006, bei einer Zugkomposition des Cisalpino Stuttgart - Zürich
- Mailand während der Fahrt durch den Zimmerbergtunnel
zu einem Brand. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt.
Der Cisalpino-Zug (CIS 157) fuhr nach einem technischen Defekt
in Schaffhausen mit rund 40 Minuten Verspätung ab Zürich
Hauptbahnhof in Richtung Bellinzona ab. Kurz vor 20:00 Uhr kam
der Zug im Zimmerbergtunnel im Bereich des Rettungsstollens
"Lätten" zum Stillstand. In der Folge wurde dann
im Unterbau des zweitletzten Wagens ein Brand mit starker Rauchentwicklung
festgestellt. Zur Zeit liegen keine gesicherten Erkenntnisse
vor, warum es zu diesem Brand kam. Ebenso unklar ist, ob der
Lokführer den Zug absichtlich angehalten hat oder ob die
Komposition aufgrund einer technischen Ursache stehen blieb.
Die Spezialisten von Stadt- und Kantonspolizei Zürich (Wissenschaftlicher
Dienst und Brandermittler) sowie des UVEK (Eidg. Departement
für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation / Unfalluntersuchungsstelle
Bahnen und Schiffe) haben die Untersuchungen, die Klarheit über
die Ursache des Zwischenfalls bringen sollen, bereits aufgenommen.
Sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen, werden die Medien
weiter orientiert. Nachdem die Komposition zum Stillstand gekommen
und im hinteren Teil Rauchentwicklung festgestellt worden war,
forderten die Zugbegleiter die Reisenden auf, aus dem Zug auszusteigen.
Die insgesamt 117 Fahrgäste konnten den Tunnel anschliessend
über die Rettungsschächte Lätten/Wollishofen
(22 Personen) und Kilchberg (95 Personen) selbständig verlassen.
Dort wurden sie von den inzwischen eingetroffenen Rettungskräften
in Empfang genommen. Drei Frauen im Alter zwischen 16 und 28
Jahren (zwei Schweizerinnen und eine dominikanische Staatsangehörige
mit Wohnsitz in Italien) mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung
ins Spital gebracht werden. Alle drei werden im Laufe des heutigen
Tages aus der Spitalpflege entlassen werden können. Die
übrigen Passagiere wurden mit Einsatzbussen der VBZ zum
Hauptbahnhof Zürich zurückgebracht. Dort wurden sie
von Care-Teams der SBB empfangen und betreut. Ihr Reisegepäck
wurde nachträglich durch die Stadtpolizei Zürich ebenfalls
in den Hauptbahnhof gebracht. Gemäss ersten Erkenntnissen
der handelnden Rettungskräfte konnte vor allem aufgrund
des hohen Sicherheitsstandards im Zimmerbergtunnel Schlimmeres
verhindert werden. Ebenso hat sich die gute Zusammenarbeit zwischen
den Einsatzkräften von Schutz und Rettung, Stadt- und Kantonspolizei
Zürich sowie den SBB einmal mehr bewährt. Diese wurden
zusätzlich von Rettungskräften der Gemeinden Kilchberg,
Adliswil und Horgen unterstützt. Insgesamt standen rund
500 Personen im Einsatz, darunter 9 Notärzte, 34 Rettungssanitäter,
ca. 200 Feuerwehrleute und über 50 Polizeiangehörige.
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